ACR Innovationspreis 2021

Johannes Rattenberger Die projektbeteiligte Praxis ist auf die Operation des Grauen Star spezialisiert, bei der die natürliche Augenlinse durch eine künstliche Intraokularlinse ersetzt wird, die Linsenhülle aber erhalten bleibt. Diese hintere Kapsel kann aus verschiedenen Gründen nach Jahren eintrüben und die Sicht beeinträchtigen. Wenn dies der Fall ist, ist ein Folgeeingriff notwendig. Dieser wird mit hochpräziser Lasertechnologie durchgeführt und führt in der Regel rasch zu einem positiven Ergebnis. Eine mögliche Komplikation ist, dass während dieses Eingriffes die künstliche Linse beschädigt werden kann, es entstehen sogenannte Lasershots. Die Detektion und detaillierte Untersuchung dieser „YAG-pits“ gelang nun durch die Nanoanalytik des ZFE Graz, das im Zuge der Analyse weitere Erkenntnisse über die Größe, Form und Konfiguration dieser Defekte sowie Struktureigenschaften des IOL-Materials zugänglich machte. Ziel dieser hochauflösenden elektronenmikroskopischen Untersuchungen ist es, „perspektivisch“ zur Entwicklung noch besserer Materialien für Intraokularlinsen und zur noch sicheren Anwendung der Lasertechnologie beizutragen“, so Projektleiter Johannes Rattenberger.

Im Bild: Preisträger und Preisträgerinnen des ACR Awards 2021 mit Kooperationspartnern und Gastgebern

Wien – Ein Mal im Jahr zeichnet das Forschungsnetzwerk ACR – Austrian Cooperative Research zusammen mit dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort besonders innovative Projekte im Rahmen der ACR Enquete aus. Am 19. Oktober wurden vor rund 100 Gästen aus Wirtschaft, Forschung und Politik insgesamt fünf Preise vergeben: Der ACR Woman Award powered by FFG, der ACR Start-up Preis powered by aws und drei ACR Innovationspreise.